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Giessen

Vereinfacht ausgedrückt wird heißes, flüssiges Blei in eine Kokille gegossen und raus kommen dann die gewünschten Geschosse. Damit es in der Praxis dann aber genauso einfach ist, wie es in der Theorie klingt, gilt es einige Dinge zu beachten, auf die ich jetzt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, eingehen werde.

1. Vorbereitung

Wir haben einen ausreichend belüfteten Raum als Gießstätte gewählt und die Schutzausrüstung angelegt. Als erstes geben wir unser legiertes Blei in den elektrischen Ofen, stellen diesen auf die höchste Stufe und lassen ihn das Blei schmelzen. Da der Ofen von alleine arbeitet, können wir uns nun der Kokille widmen.

Wenn Kokillen neu sind, sind diese mit einem speziellen Öl geschützt, welches vor dem ersten benutzen entfernt werden muss. Manch einer wundert sich, warum sich auch nach einer halben Stunde gießen bei ausreichender Temperatur, noch keine vernünftigen Geschosse produzieren lassen. Dies liegt in 99% der Fälle daran, dass die Kokille nicht richtig entfettet wurde. Das Öl in der Kokille verdampft nur langsam bei gießen; bis es verdampft ist, verdrängt es jedoch das eingefüllte Blei und so entstehen dann Geschosse, die nicht richtig ausgebildet sind. Abhilfe schafft hier eine Vorbehandlung mit einem Entfetter. Ich nehme dazu Bremsenreiniger aus der Sprühdose..Einsprühen, abbürsten, noch mal einsprühen und dann mit einem fuselfreien Tuch trocknen…fertig. Nun gehe ich noch hin und ruße die Kokille mit einem Streichholz ein, damit die Geschosse später besser aus den Kavernen fallen können.

Wer den dreh raus hat, der kann auch mit zwei Doppelkokillen oder Mehrfachkokillen arbeiten, um die Ausbeute zu erhöhen. Die Kokille sollte aber auch nicht zu viele Kavernen haben, da mit steigender Kavernenanzahl auch Temperaturschwankungen und somit Gewichtsschwankungen ergeben.

Herdplatte
Anschließend lege ich die Kokille für ca 10 Minuten auf die heiße Herdplatte zum vorwärmen. Alukolillen können für einige Sekunden mit einer Ecke in die Schmelze getaucht werden (wenn die gesäubert wurde), um auf Temperatur gebracht zu werden. Dies aber bitte nicht mit Stahlkokillen machen…dort haftet das Blei an und muss dann mühevoll mit der Bronzebürste entfernt werden.

feuerAls nächstes wenden wir uns dem inzwischen geschmolzenen Blei zu. Um die Oxidschicht zu brechen und Dreck an die Oberfläche zu befördern, werfe ich ein ca. Haselnuss großes Stück von einer Kerze in die Schmelze und entzünde den entstehenden Rauch mit einem Feuerzeug. Solange wie die Flamme brennt, rühre ich mit einem Schöpflöffel in der Schmelze. Anschließend schöpfe ich den Dreck und die Schlacke von der Schmelze und verwerfe diese…die Schmelze sollte nun silbrig glänzen.

2. Giessen

giessenZum gießen halte ich die Kokille ca 1,5-2 cm unter das Bodenauslassventil vom Schmelzofen. Ich befülle immer die Kaverne als erstes, die mir zugewand ist. Beim einfüllen vom Blei halte ich die Kokille leicht schräg und führe minimale Schüttelbewegungen aus. Wenn die Kokille befüllt ist, warte ich solange, bis sich der Gussbutzen matt grau färbt. Nun schlage ich das Abscherblech mit einem Holzstiel (Hammerstiel) auf, um den Gussbutzen zu trennen. Dieser Schritt kann auch mit der Handinnenfläche ausgeführt werden…man sollte dazu aber Lederhandschuhe tragen. Das Abscherblech wird dann aufgedrückt. Sollten die Geschosse dann nicht von alleine (in einen mit Handtuch ausgelegten Karton) fallen, muss mit dem Holzstiel auf die Schraube der Kokillenzange geschlagen werden. Bitte nicht auf die Kokille schlagen, denn dadurch kann diese beschädigt werden.

Wer den Dreh raus hat, der kann auch mit zwei Kokillen gleichzeitig arbeiten oder aber Mehrfachkokillen nutzen um die Produktionsrate zu steigern. Dabei gilt es jedoch zu beachten, das bei steigender Kavernenanzahl die Temperatur in den jeweiligen Kavernen zu schwanken beginnt, was dann unterschiedlich schwere Geschosse zur Folge haben kann.

Um Geschosse nachträglich zu härten, kann man diese auch direkt aus der Kaverne in einen, mit Wasser gefüllten Eimer fallen lassen. Dazu muss jedoch ein gewisser Anteil von Antimon in der Legierung vorhanden sein. somit lassen sich dann noch einige Steigerungen der BHN erzielen.

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