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Patronen Wiederladen II

An dieser Stelle möchte ich mal auf einen normalen Ladedurchgang an einer Einstationen-Ladepresse eingehen. Wir nehmen hier eine Patrone im Kaliber 308 Winchester, welche aus einem Repetierer verschossen wurde. Da sich die Hülsen beim abfeuern an das Patronenlager angeliedert hat und somit optimal abdichtet, müssen wir hier nur teilkalibrieren, d.H. nur der Hülsenmund wird zurück gedrückt, damit später das Geschoss einen festen Halt findet. Bei Hülsen aus fremden Waffen und Halbautomaten wird die Hülse komplett Kalibriert (siehe Patronen wiederladen I ).

1. Station – Hülsen schmieren

MicaDer Hülsenmund wird von innen geschmiert. Die machen wir mit etwas „Mica“ von Frankford Arsenal. Würden wir die Hülse an dieser Stelle komplett kalibrieren, müsste diese mit einem geeigneten Mittel gefettet werden, damit die Hülse nicht in der Matrize stecken bleibt. Spezielle Fette gibt es von Lee, RCBS, Hornady und vielen anderen. Für den Hülsenmund empfiehlt sich ein Wattestäbchen…damit kommt man dann auch innen richtig gut zurecht.

2. Station – Hülsenhals kalibrieren

KalibrierenDie Matrize wird so tief eingeschraubt, bis sie den Hülsenhalter Berührt; danach wird der Stempel der Ladepresse zurückgefahren und die Matrize um eine weitere 1/4 Umdrehung eingeschraubt. Diese Position wird zum Schluss mit dem Matrizenring fixiert. Die zuvor behandelte Hülse wird nun in den Hülsenhalter der Einstationenpresse gebracht und mithilfe des Ladehebels in die Teilkalibriermatrize eingeführt. In diesem Arbeitsgang wird der Hülsenmund wieder auf das Sollmaß zurück gedrückt um später dem Geschoss ausreichend halt zu bieten. Bei diesem Schritt wird gleichzeitig das alte Zündhütchen aus der Hülse gestoßen.

3. Station – Hülsen bearbeiten

TrimmenDie nun teilkalibrierte Hülse wird mit Hilfe eines Trimmers auf das Sollmaß gebracht. Dieses wird vor- und nacher mit einem Messschieber kontrolliert. Nach dem Trimmen wird die Hülse mit dem Entgrater innen und außen bearbeitet, damit später keine scharfen Kanten das Geschoss beschädigen. Wenn diese Schritte vollzogen wurden, kann man noch mit dem Zündglockenreiniger die Schmauchreste aus der Zündglocke entfernen. Zum Schluss wird eventuell auf der Hülse verbliebenes Schmiermittel mit einem Tuch entfernt.

4. Station – Zündhütchen setzen

ZuendernDamit das Treibladungspulver später auch entzündet werden kann, müssen wir ein Zündhütchen setzen. Gängig sind Boxer Zündhütchen. Bei Militärhülsen findet man öfters noch Berdan-Zündhütchen, die nicht wie oben beschrieben bei teilkalibrieren ausgestoßen werden können. Dazu benötigt man eine spezielle Berdanzange und die muss vor dem Kalibrieren angesetzt werden, da man sich sonst den Dorn in der Matrize zerstören kann. Außerdem sind fast alle Zündhütchen bei Militärpatronen gecrimpt, was entfernen und setzen nicht unbedingt leichter macht. Gut, wir haben aber eine normale, zivile Hülse mit Boxer-Zündhütchen, welche nun wirder gesetzt werden möchte. dies erledigen wir mit dem Handsetzgerät. Die Hülse wird in dem Hülsenhalter eingelegt und mit betätigen des „Handauslösers“ wird ein neues Zündhütchen gesetzt.

5. Station – Pulverfüller

PulverfuellerGemäß den Ladedaten füllen wir nun das Treibladungspulver in die Hülse. Damit das etwas komfortabler von Statten geht, nutzen wir dazu einen Pulverfüller. Mit betätigen des Hebels vom Pulverfüller wird eine zuvor eingestellte Menge Treibladungsmittel in die Hülse gebracht. Es empfiehlt sich öfters die Treibladungsmenge mit Hilfe einer Waage auf +/- 0,1 Grain genau zu überprüfen. Eventuell fehlende Kleinstmengen werden mit dem „Trickler“ über der Waage ergänzt.

6. Station – Geschoss setzen

GeschossBei der letzten Station wird das Geschoss auf die gewünschte Länge gesetzt. Lieber zunächst etwas mehr Höhe beim einschrauben der Matrize einkalkulieren und dann schrittweise anpassen, bis alles gemäß eigenen Wünschen passt. Umgekehrt müsste sonst der Entladehammer ran. Mit der letzten Station ist dann die Patrone fertig. Wer will kann noch einen Factory-Crimp mit der entsprechenden Matrize anbringen, was aber bei einem Repetierer nicht erforderlich ist.