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Kalibrieren von Patronenhülsen


Beim Verschießen von Patronen unterliegen die Hülsen einer enormen Druckbelastung. Daraus resultiert, dass die Patrone sich an das Patronenlager der Waffe anlegt (liedert) und bis zu einem gewissen Maß längt.

Damit die Hülse später (nach dem Wiederladen) wieder in das Magazin und in die Waffe "passt", also damit keine Zuführungsprobleme entstehen, muss die Hülse in gewisser Weise wieder auf das Ursprungsmaß gebracht werden. In gewisser Weise bedeutet, dass eine komplette Kalibrierung nicht immer gefordert und gewünscht ist. Bei Repetierern kalibriert man die Hülse, die zuvor als Patrone in der gleichen Waffe abgeschossen wurde, nur am Hülsenhals; man spricht hierbei von einer Teilkalibrierung. Bei Halbautomatischen Waffen hingegen muss Vollkalibriert werden. Warum das so ist, könnt ihr unter den einzelnen Kalibrierungsarten lesen.


Fetten der Hülsen

Wichtig ist, bis auf die Verwendung von Hartmetallmatrizensätze, eine ausreichende aber auch nicht übertriebene Fettung der Hülsen mit Kalibrierfett. Zu wenig von diesem Fett kann dazu führen, dass die Hülse in der Kalibriermatrize stecken bleibt....mit etwas Glück bekommt man die Hülse dann mit einem Matrizenretter wieder aus der Kalibriermatrize entfernt aber wenn das nicht klappt, ist die Matrize nicht mehr zu gebrauchen, was recht schnell ins Geld gehen kann. Also bitte nicht die paar Cent an einem vernünftigen Kalibrierfett sparen. Wie immer im Leben gilt aber auch hier, zu viel bringt nichts außer Nachteile. Fettet man die Hülsen zu stark, dann kann das überschüssige Kalibrierfett unter dem enormen Druck beim Kalibrieren nirgends hin entweichen....die Folge sind hässliche Dellen an den Hülsen. Die gehen zwar in der Regel beim schießen wieder raus aber das muss ja nicht sein. Um eine gleichmäßige und ausreichende Fettung zu gewährleisten empfiehlt sich die Zuhilfenahme eines Fettkissens. Das kostet nicht viel und erleichtert bzw. beschleunigt das fetten von Hülsen, indem diese einfach über das mit Kalibrierfett benetzte Fettkissen gerollt werden. Eine ebenso saubere und schnelle Art die Hülsen zu fetten, ist die mit einer Fettmatrize, welche einen universellen Trägerkorpus aufweist und einen mit Fett tränkbaren Einsatz hat. Der Hülsenhals sollte innen ebenfalls geschmiert werden..allerdings nicht mit Fett. Hier eignet sich Graphitpulver, in welches der Hülsenhals getaucht werden muss; anschließend wird durch aufstecken und abziehen von passenden Bürsten im Innenbereich gereinigt.


Vollkalibrierung

Bei der Vollkalibrierung wird die gefettete Hülse auf die jeweils genormten Maße, wie sie in den Maßtafel für Handfeuerwaffen und Munition festgelegt sind, zurück gedrückt. Somit wird gewährleistet, dass die Hülse problemlos in das Patronenlager der dafür bestimmten Waffe passt. Aufgepasst! Die Lebensdauer von Hülsen nimmt unter ständigem Vollkalibrieren schneller ab; deswegen sollten nur Hülsen die für Handfeuerwaffen und Halbautomatische Waffen bestimmt sind immer Voll-Kalibriert werden. Für die Hülsen von Faustfeuerwaffen, genauer zylindrischer Hülsen, empfiehlt sich eine Hartmetallmatrize. Bei diesen Matrizen besteht der Ziehring meist aus Wolframcarbid. Dieser Werkstoff ist um ein Vielfaches härter als Stahl. Hartmetallmatrizen haben den riesigen Vorteil, dass die Hülsen nicht geschmiert sein müssen; auch leichte Verschmutzungen werden verziehen.


Teilkalibrierung

Bei der Teilkalibrierung wird lediglich der Hülsenhals wieder auf Ausgangsniveau gebracht, damit das Geschoss festen Halt finden kann. Es muss lediglich der Hülsenhals von Innen und Außen mit Graphitpulver geschmiert sein. Bei Repetierern gibt es keinerlei Probleme mit der Zuführung und die Hülse passt perfekt in das Patronenlager, da diese genau auf deren Maße angeliedert ist. Die Teilkalibrierung erhöht außerdem die Lebensdauer der Hülsen.